Unsere Grundsätze

Wir, die Junge Union Schwalm-Eder, sind eine politische Organisation, welche die gesellschaftlichen Ideen und Visionen sowie den politischen Willen von jungen Menschen vertritt und über seine Mandatsträgerinnen und Mandatsträger auf allen politischen Ebenen einbringt.
Wir fühlen uns der CDU im Herzen sowie im Geiste verbunden und teilen die Wert- und Normenvorstellungen der Unionsfamilie. Gleichzeitig sind wir aber auch der Motor für Innovation, um zu zeigen, dass konservative Politik bedeutet, an der Spitze des Fortschritts zu stehen, indem Bewährtes erhalten und sinnvolle Neuerungen integriert werden.
Die Junge Union Schwalm-Eder steht mit ihren politischen Werten und ihrem politischen Handeln für Offenheit, Wertschätzung und Toleranz gegenüber der gesellschaftlichen Vielfalt und anderen Lebensgestaltungen. Demokratie lebt vom Streit um die richtigen Argumente. Wir lehnen jede Form von Gewalt und Extremismus entschieden ab, die die Menschen in ihren Grundrechten einschränken und der demokratischen Ordnung schaden.
Der Inhalt und die Ausrichtung unserer politischen Ansichten werden von allen Mitgliedern der Jungen Union Schwalm-Eder bestimmt. Wir bekennen uns zu unserem Schwalm-Eder Kreis, dem Norden Hessen, unserer Heimat. Gemeinsam wollen wir die Zukunft gestalten, denn Schwalm-Eder kann mehr!

Jugend und Soziales

Schwalm-Eder-Kreis als Sozialkreis
Wir setzen uns für eine Förderung der öffentlichen und privaten Einrichtungen sowie der Unterstützung und Stärkung der aufsuchenden Personen ein. Wir möchten, dass die aufsuchenden Personen bestmögliche Unterstützung und Hilfe von kompetenten Trägern erhalten. Dabei spielt es keine Rolle, um welche Dienstleistung es sich handelt. Es muss den Trägern vereinfacht werden soziale Träger mit in die soziale Arbeit des Schwalm-Eder-Kreises einzubinden.

Demografischer Wandel
Die demografische Entwicklung wird zusehends zu einem Problem für die jungen Generationen. In einer älter werdenden Gesellschaft stellt sich die Aufrechterhaltung der sozialen Sicherungssysteme mit den bisherigen Instrumenten immer schwieriger dar. Hier gilt es ein generationengerechtes System zu implementieren und für die Zukunft stärker auf Eigeninitiative zu setzen.

Jugendpolitik als Chance zur Mitgestaltung
Der Politik fehlt es im Allgemeinen an Akzeptanz. Viele Menschen unserer Generation sehen keinen Sinn in der Mitarbeit in Staat und Gesellschaft. Es ist unsere Aufgabe, auf diese Menschen zuzugehen. Dieser Arbeit kann sich jedoch nicht nur die Jugendpolitik annehmen. Politik muss sich generell in allen ihren Bereichen um Akzeptanz und Verständnis bei Jugendlichen bemühen. Sie muss die Chancen nutzen, die in den Anregungen und der Kritik der jungen Generation stecken. Auch Jugendliche sollen Verantwortung für unser Zusammenleben übernehmen. Mündige Bürger müssen für ihre Interessen eintreten. Dazu gilt es sie zu ermutigen und ihnen Wege aufzuzeigen, wie Mitgestaltung aussehen kann. Wir setzen uns deshalb für Informationsveranstaltungen in Schulen und öffentlichen Einrichtungen ein, welche ein breites Band an politischen Organisationen aufzeigen.

Familie und Arbeit

Wir setzen uns für ein familienfreundliches Klima im gesamten Landkreis ein. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist deshalb ein wichtiges Thema. Eine flexiblere und lokale Arbeitsmarktgestaltung ist zu fördern. Es werden mehr familiengerechte Arbeitsplätze benötigt. Telearbeitsplätze, flexible Arbeitszeitgestaltung und eine Erleichterung beim Wiedereinstieg von Elternteilen nach der Erziehungsphase stellen solche Anpassungen an die jeweilige Familiensituation dar.
Familien sollen eine echte Wahlfreiheit dabei erhalten, ob sie Betreuungsangebote in Anspruch nehmen wollen oder ob die Betreuung der Kinder bewusst selber wahrgenommen wird. Ganztagsbetreuungen müssen aber auch in den Schulen ausgebaut werden. Tagesmütter sind im Zweifelsfalle aus pädagogischer und praktischer Sicht öffentlichen Betreuungsangeboten vorzuziehen. Daher ist eine einseitige Förderung und Subventionierung von Betreuungseinrichtungen abzulehnen und Betreuungsangebote bedarfsgerecht auszubauen. Es ist die allgemeine Aufgabe, die finanziellen Rahmenbedingungen so zu schaffen, damit Eltern, die ihr Kind bewusst selber betreuen und erziehen, nicht schlechter gestellt sind. Dieser Auftrag entspricht dem besonderen Schutz der Familie durch das Grundgesetz.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist vor allem auch in den Schulferien für viele Familien schwierig. Um deshalb eine bessere Vereinbarkeit zu schaffen setzen wir uns dafür ein, Angebote, wie Kinderferienspiele intensiver zu Fördern und das Angebot weiter auszubauen. Wir setzen uns ebenfalls für eine familienfreundliche Gestaltung der Umwelt- und Freizeitgestaltung ein. Wir sind für die Schaffung, die Erhaltung und den Ausbau diverser Spielplätze in der Umgebung des Schwalm-Eder-Kreises. Gerne dürfen Konzepte, wie das der Naturspielplätze angewendet werden, um eine Schnittstelle zwischen Spaß und Natur zu schaffen.

Situation von Jugendlichen

Wir bedauern sehr, dass unser Landkreis unter dem Verlust von jungen Menschen leidet. Es gilt zukunftsfähige Wege zu finden, um Jugendliche in der Region zu halten. Schulische Bildungsmöglichkeiten alleine reichen hier nicht aus. Es müssen entsprechende Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen werden. Nur wer im Schwalm-Eder-Kreis Arbeit findet, wird hier auch leben. Arbeit sichert materielle Existenz und ist wesentlicher Bestandteil der Persönlichkeitsentfaltung und Lebensgestaltung. Sie ermöglicht Leistung und bietet eine Chance, persönliche Zufriedenheit zu gewinnen. Arbeitsmarktpolitik ist einer die besten Formen der Infrastrukturpolitik.
Ebenfalls müssen für die Jugendlichen Anreize geschaffen werden, damit sie im Ländlichen Raum ihre Freizeit attraktiv verbringen können. Wir setzen uns ein für Projekte, welche Jugendlichen die Möglichkeit geben an Aktivitäten und Freizeitangeboten teilzunehmen. Gerade in der heutigen Zeit sind Jugendzentren unabdingbar. Sie bieten die Schnittstelle zwischen den Jugendlichen und der sozialen Arbeit. Wir setzen uns für eine Förderung der städtischen und privaten Einrichtungen (z.B. Jugendzentren) ein.

Bildung

Grundlagen der Bildungspolitik
Eine gute Bildung des Menschen lässt sich für uns an drei Grundsätzen ausmachen:
• der Chancengleichheit eines jeden Menschen unabhängig von seiner Herkunft und seinen finanziellen Voraussetzungen entsprechend seiner Fähigkeiten und seines Potentials zu lernen und gefördert zu werden
• der Vermittlung gemeinsamer Grundüberzeugungen, Werte, Urteilskraft und kritischen Denkens
• der abschließenden Verleihung qualifizierter Bildungsabschlüsse als Würdigung von Leistung

Stellenwert von Bildung
Bildung ist für uns der Grundstein unserer freiheitlich demokratischen Gesellschaft, weshalb sie unter allen Umständen, sowohl finanziell als auch ideell, bestmöglich gefördert werden muss. Sparen an der Bildung bedeutet sparen an der Zukunft unseres Landes.

Schulen im Landkreis

Trotz der durch den demographischen Wandel sinkenden Schülerzahlen ist es unser Ziel, die Schulvielfalt in unserem Landkreis zu fördern und zu bewahren: Eine geringere Zahl an Schülerinnen und Schülern darf nicht zur Reduktion von Schulstandorten führen, sondern muss als Chance gesehen werden, durch kleinere Klassengrößen eine bessere Lehre zu ermöglichen.
Die Ausstattung der jeweiligen Schulform muss derart bemessen sein, dass eine qualifizierte Ausbildung und angemessene Betreuung seitens der Lehrkräfte möglich ist.

Selbstständige Schule
Im Verlauf der vergangenen Jahre wurde das Konzept der „selbständigen Schulen“ etabliert, sodass bereits alle Schulen über weitgehende Möglichkeiten, eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen, verfügen. Wir wollen, dass dieses Konzept weiter ausgearbeitet wird, sodass die Leistungsfähigkeit der Schulen vor allem im Hinblick auf Personalplanung und Ausstattung, weiter optimiert wird. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass der bürokratische Aufwand für die Schulen nicht weiter steigt, sondern abgebaut wird, damit die Schulleitungen und Lehrkräfte ihren Fokus vermehrt auf ihre Hauptaufgabe, die Lehre, legen können.

Digitalisierung in der Bildung

Digitalisierung
Für uns ist es von größter Wichtigkeit, dass endlich alle Schulen den Wechsel in das digitale Zeitalter vollziehen: Alle Schülerinnen und Schüler müssen frühzeitig lernen, mit PC und Internet richtig umzugehen, sodass sie die Technik für das eigene Lernen sowie das spätere Berufsleben nutzen können.
Die technische Ausstattung der Schulen muss auf ein einheitliches, hohes Niveau gebracht werden, sodass alle Schülerinnen und Schüler die gleichen Voraussetzungen für ein gutes Lernen besitzen. Dazu zählt neben der Hardware auch eine einheitliche Software-Lösung, sodass ein Schulwechsel nicht auch eine vollkommene Umstellung der Lernplattformen bedeutet. Damit die technischen Möglichkeiten optimal genutzt werden können, soll durch Fortbildungen sichergestellt werden, dass auch die Lehrkräfte ausreichend weitergebildet sind.

Universität und Forschung

Der Schwalm-Eder-Kreis liegt in räumlicher Nähe zu den Universitäten in Kassel und Marburg und verfügt über eine Außenstelle der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt in Schwalmstadt-Treysa. In dieser Nähe liegen auch Chancen für die heimische Wirtschaft. Wissenschaft ist auch Wachstumsmotor, weshalb die Kooperation lokaler Unternehmen mit dieser auszubauen ist. Dazu benötigen wir eine forschungsfreundliche Gesellschaft, die Innovationen in erster Linie als Chance begreift.
Damit diese Angebote aber auch im Sinne der jungen Menschen im Landkreis wahrgenommen werden können, ist die Verkehrsinfrastruktur sowohl im Personennahverkehr als auch im Individualverkehr auszubauen.

Mobilität und Verkehr

Mobilität und Verkehr sind in unserer Gesellschaft untrennbar verbunden mit der Wirtschaftsordnung, der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Letztendlich hat die Verkehrspolitik aber auch unmittelbaren und entscheidenden Einfluss auf die Lebensqualität. Darüber hinaus beeinflusst sie aber auch Belastungen von Natur und Umwelt.
Für uns ist ein Verkehrswesen, das Menschen und Gütern erlaubt, binnen angemessener und vorhersehbarer Zeit den Ort zu wechseln, eine wesentliche Voraussetzung einer freiheitlichen und produktiven Gesellschaft. Verkehrspolitik muss darum so gestaltet sein, dass eine ausgewogene Entwicklung von Stadt und Land möglich ist.

Handlungsfeld Mobilität – für eine gute Verkehrsanbindung
Der Schwalm-Eder-Kreis benötigt gute Verbindungen. Die Bevölkerung muss flächendeckend und bezahlbar Einrichtungen der Daseinsvorsorge (Krankenhäuser, Schulen, Banken, Post oder den Einzelhandel) erreichen können. Darum muss der ländliche Raum beim Ausbau und der Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur weiterhin berücksichtigt und der Straßenbau fortgesetzt werden. Die Anbindung dieser Räume an die großen Verkehrsachsen und die wirtschaftlichen Zentren hat eine besondere Priorität. Das führt zu den nötigen Impulsen, um die Regionen wirtschaftlich besser zu vernetzen. Entscheidend für den Zuzug von jungen Leuten auf das Land sind schnelle und kurze Wege zu ihren Arbeitsplätzen. Deshalb ist die Verkehrsanbindung entscheidend, da sich große Arbeitgeber in unserer Region befinden. Besonders fordern wir den Weiterbau der A49 als zentrale Verkehrsanbindung im Schalm-Eder- Kreis. Der Weiterbau entlastet die Menschen vor Ort. Für einen umfangreichen Lärmschutz ist dabei zu sorgen.

ÖPNV

Öffentlicher Personennahverkehr
Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) muss bedarfsgerecht weiterentwickelt, sowie die Finanzierung gesichert werden. Das Ziel muss eine wohnortnahe Anbindung sein. Angesichts des demografischen Wandels ist es jedoch vielerorts notwendig, den ÖPNV umzugestalten. Die sich immer stärker aufsplitternden Mobilitätswünsche lassen sich gerade in dünner besiedelten Regionen immer weniger mit dem klassischen Linienverkehr organisieren. Moderne Konzepte müssen stärker anlassbezogen und individuell verfügbar sein. Vor Ort kann das Angebot durch Mitfahrbänke, Car-Sharing, Anruftaxen, Bürgerbusse und Internet-bzw. App gestützte Mitfahrgelegenheiten ergänzt werden. Ehrenamtliche Engagement und Vereine vor Ort, die durch ihr Angebot den ÖPNV ergänzen, sind zu unterstützen und zu fördern.

Digitalisierung

Die Digitalisierung unserer Gesellschaft schreitet immer schneller und immer weitläufiger voran. Diesem Prozess sollten die Bundesrepublik Deutschland Rechnung tragen, indem sie Investitionen in einen Netzausbau forciert, welche eine engere Vernetzung von Stadt und Land ermöglichen. Aufgrund dessen muss der Ausbau von Funktürmen verstärkt werden und Flächendeckender umgesetzt werden, damit der ländliche Raum nicht unattraktiv für junge Menschen wird. Auf europäischer Ebene sollte die Bundesrepublik auf die Schaffung eines europäischen 5-G Standards hinarbeiten. Außerdem ist die Schaffung eines europäischen Konzernes, der den 5-G Ausbau vorantreibt, unabdingbar um einen ausreichenden Datenschutz für Europas Bürger und Konzerne zu garantieren. Durch diesen Netzausbau sollte es möglich sein Verwaltungen im Schwalm-Eder Kreis zu digitalisieren und Mitarbeitern der Verwaltung Home-Office längerfristig zu ermöglichen.

Innovationen und ländliche Kommunen

Innovationsoffensive 2030
Aufgrund eines stetig steigenden Drucks im weltweiten Wirtschaftswettbewerb sich zu behaupten, ist eine erneute Förderung der Wirtschaft, ähnlich der Agenda 2010, zu überlegen. Durch eine gezielte Senkung der Steuern für Unternehmensgründer und einen Abbau von bürokratischen Hürden könnte die Bundesrepublik das Risiko von Privatpersonen bei Unternehmensgründungen minimieren. Denn Unternehmensgründungen können Arbeitsplätze schaffen und sind Orte der Innovation. Wir wollen gerne eine Unternehmerkultur in Deutschland schaffen, eine Kultur in der eine Idee scheitern darf und ein Gründer eine zweite und womöglich dritte Möglichkeit erhalten sollte, um langfristig erfolgreich zu sein.

Handlungsfeld ländliche Kommunen
Lebendige Dörfer und aktive städtische Zentren gehören zum ländlichen Raum. Angesichts der demografischen Realitäten muss in vielen Regionen ein Bewusstseinswandel einsetzen. Der Weg geht weg vom quantitativen hin zum qualitativen Siedlungswachstum. Dorfkerne müssen gestärkt, Zersiedlung verhindert werden. Eine zukunftsweisende Planung setzt auf ein vitales, ländliches Leben, beherrschbare Kosten und einen effizienten Umweltschutz. Wir setzen auf die Innenentwicklung von Siedlungskernen mit einem effizienten Bestandsmanagement. Das historische und kulturelle Erbe muss sichtbar sein. In dörflichen oder kleinstädtischen Siedlungsstrukturen muss daher das Für- und Miteinander der Menschen besondere Beachtung erfahren. Grünanlagen in den Kommunen sind zu fördern, da sie als Erholungsstätte und Treffpunkt der Bürgerinne und Bürger dienen. Freizeitstätten, z.B. Schwimmbäder oder Dorfgemeinschaftshäuser, sind zu erhalten, da sie einen wichtigen Beitrag im öffentlichen Leben einer Kommune spielen.

Infrastruktur im ländlichen Raum

Viele Kommunen mit räumlich getrennten Ortsteilen und Streusiedlungen haben pro Einwohner höhere finanzielle Belastungen, die sich vor allem aus dem Bau und dem Erhalt der Infrastruktur ergeben. Es müssen möglichst günstige Lösungen gefunden werden, damit die Kosten nicht zu einer höheren Belastung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Kommunen führen. Die Entwicklung dezentraler Systeme und die Nutzung neuer Technologien in der Energie-, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sind darum zu unterstützen. Chancen und Erfahrungen der interkommunalen Zusammenarbeit sind zu nutzen. Das Ziel muss eine gesunde Balance zwischen einem produktiven Wettbewerb und sinnvoller Zusammenarbeit sowie Zusammenschlüssen in ländlichen Gebieten sein, damit der Kostenfaktor für Bürger und Kommunen so gering wie möglich ist.
Durch eine Bündelung von Potenzialen in den Regionen kann ein gut erreichbares, vielfältiges und qualitativ hochwertiges Angebot für die Bürgerinnen und Bürger erreicht werden. Interkommunale Zusammenarbeit muss, wo sie bereits praktiziert wird, evaluiert werden. Das kann als Anreiz für die Förderung verstanden werden, indem Informationen über rechtliche Rahmenbedingungen gesammelt, Ansprechpartner und Experten sich herausbilden und verschiedene Modelle konzipiert werden. Insgesamt ist die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen ein wichtiger Faktor, damit das Leben im Schwalm-Eder Kreis auch weiterhin attraktiv ist.

Zukunftsfähige Finanzen

Schuldenstopp
Die Junge Union Schwalm-Eder fordert, dass die Parlamente in den Kommunen des Schwalm-Eder Kreises und das Kreistagsparlament ihren Haushalt ohne Einnahmen aus Krediten ausgleichen, dies gilt für Bund und Länder bereits nach Artikel 109 Absatz 3 Grundgesetz. Darüber hinaus fordert die Junge Union Schwalm-Eder, dass Steuerüberschüsse zur konsequenten Reduzierung von Verbindlichkeiten genutzt werden.
Haushaltscontrolling
Die Junge Union Schwalm-Eder schlägt die Schaffung eines Haushaltscontrollings vor um die Einhaltung des Schuldenstopps zu unterstützten. Dieses Haushaltscontrolling soll den Kommunalen Parlamenten beratend zur Seite stehen. Durch ein Haushaltscontrolling können Verwaltungskooperationen zwischen einzelnen Kommunen des Schwalm-Eder Kreises erkannt und verstärkt forciert werden.

Vorausschauende Investitionspolitik
Die Kommunen im Schwalm-Eder Kreis sollten einen Rahmenplan festlegen nachdem Investitionen angegangen werden. Schwerpunkt dieses Investitionsrahmens sollte die Notwendigkeit und der langfristige Nutzen dieser Projekte sein. Zu oft werden Investitionen nur aufgrund eines günstigen Förderumfangs umgesetzt, ohne dass der Bedarf gegeben ist. Da es sich bei Fördergeldern, aber ebenfalls um Steuergeld handelt sollte dieses verantwortungsbewusst und sparsam ausgegeben werden. Darüber hinaus werden die meisten Projekte nicht vollständig durch Fördermittel bezahlt, sondern werden zu Teilen auch aus Mitteln der Kommune gestemmt. Dies verringert den Rahmen für sinnvollere und notwendigere Projekte.

Gesundheitsversorgung

Eine zukünftige stabile Gesundheitsversorgung ist für eine erfolgreiche Region unerlässlich. Die Region braucht dabei sowohl Haus- und Allgemeinmediziner sowie eine Reihe unterschiedlicher Fachärzte, die sich im Schwalm-Eder-Kreis niederlassen. Dafür müssen die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden. Es müssen mehr Medizinstipendien vom Kreis vergeben werden, um junge Menschen und ihre Familien im Kreis zu halten und ihnen eine Perspektive zu geben. Durch medizinische Versorgungszentren in den Kommunen kann die gesundheitliche Versorgung aufrechterhalten und weiterentwickelt werden. Dazu sind entsprechende Unterstützungen und Zuschüsse von Seiten des Kreises zu gewähren.

Umweltpolitik

Land- und Forstwirtschaft sind wichtige und standorttreue Wirtschaftskräfte. Ihre Erlöse fließen zuvorderst unseren ländlichen Räumen und regionalen Wirtschaftskreisläufen zu. Sie haben unverzichtbare ökologische Funktionen und pflegen die Kulturlandschaft. Gleiches gilt für unsere heimische Ernährungswirtschaft. Wir setzen uns für die Absicherung des Modells der multifunktionalen Landwirtschaft ein, den Erhalt der landwirtschaftlichen Direktzahlungen und der Förderung von Investitionen. Wir stehen zum Umweltschutz, aber ohne Ideologie. Wir werden weiterhin unsere einheimische Landwirtschaft unterstützen, da sie für ländliche Regionen einen entscheidenden Wirtschaftsfaktor darstellt.

Land- und Ernährungswirtschaft

Landwirtschaft muss in ländlich geprägten und benachteiligten Gebieten wie dem Schwalm-Eder-Kreis eine verlässliche Perspektive haben. Landwirtschaftliche Tierhaltung, Vermarktung und Verarbeitung haben erhebliche Wertschöpfungspotenziale. Die Junge Union Schwalm-Eder setzt sich dafür ein, dass Ställe und Verarbeitungsbetriebe unter Beachtung des Umwelt- und Tierschutzes und eingepasst in das regionale Landschaftsbild genehmigt werden. Auch die Wege zur Schlachtung müssen am besten vor Ort so gering wie möglich sein. Wir sind uns der ethischen Verantwortung für unsere Tierwelt bewusst und lehnen überfüllte Tierhaltung in Ställen oder unrechtmäßige Schlachtungen, die das Leid der Tiere vergrößern entschieden ab. Tiere verdienen es in der Landwirtschaft artgerecht und im Freiland zu leben.

Regionale landwirtschaftliche Erzeugnisse haben in Zeiten von Massenproduktion einen besonderen Stellenwert für uns. Sie brauchen aber auch die Akzeptanz der Bürger vor Ort. Die Gemeinden müssen Nutzungskonflikte vermeiden und den Bau größerer Anlagen steuern. Der Landwirt als ländlicher Unternehmer muss gestärkt werden. Sie tragen durch die Übernahme neuer Tätigkeiten zur Diversifizierung und Stabilisierung sowohl ihrer Betriebe als auch der regionalen Wirtschaftsstruktur bei. So ist die Weiterverarbeitung und Direktvermarktung für viele landwirtschaftliche Betriebe eine gute Ertragsquelle. Die moderne Landwirtschaft betreibt aktiv Landschaftspflege, leistet einen wichtigen Beitrag zur Erzeugung von Bioenergie dazu und leistet einen besonderen Beitrag zur Nutzung von nachhaltigen Rohstoffen.

Gentechnik und Flächenverbrauch

Grüne Gentechnik
Die Forschungen im Bereich der grünen Gentechnik müssen fortgesetzt werden. Diese kann dazu beitragen, langwierige Pflanzenzüchtungen zu beschleunigen. Bevor gentechnisch veränderte Pflanzen jedoch im Feldversuch ausgesät werden, muss sichergestellt werden, dass diese sich nicht auf umliegenden Feldern ausbreiten. Gleichzeitig lehnen wir Patente auf Pflanzen und Tiere ab. Es widerspricht ethischen Grundsätzen, wenn man Lebewesen patentiert, wohl aber können Verfahren zur Herstellung patentiert werden. Durch moderne und ethisch vertretbare Gentechnik können die Schäden des Klimawandels für die Landwirtschaft und Forstwirtschaft deutlich abgeschwächt werden.

Maßvoller Flächenverbrauch
Die Junge Union Schwalm Eder fordert, mit den vorhandenen Flächen schonend und schützend umzugehen. Die Aufgaben der landwirtschaftlichen Flächen haben durch die Energiewende zusätzlich an Bedeutung gewonnen, so dass wir deren Verschwendung an pauschale Stilllegungsauflagen und unhinterfragte Ausgleichsmaßnahmen unseren nachfolgenden Generationen nur schwer erklären können. Vorrang vor dem Ausweisen neuer Baugebiete muss daher die Überprüfung der Auslastung bereits bestehender Flächen haben. Ökopunkte fallen bei Renaturierung und Ausgleichsmaßnahmen an und werden bei jeder Baumaßnahme verbraucht. Gerade im ländlichen Raum entstehen so viele Ökopunkte, die dort deshalb nur einen geringen Wert aufweisen, während in Ballungsgebieten zum Teil sehr fruchtbare Böden für Ausgleichsmaßnahmen zusätzlich zur eigentlichen Baumaßnahme verloren gehen. Darum müssen Ökopunkte landesweit gehandelt werden dürfen.

Ersatz und Ausgleichsmaßnahmen
Die Junge Union Schwalm-Eder fordert mehr Flexibilität mit dem Umgang von Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen. Dabei darf es keine Denkverbote geben, weder beim Aufbau von Schutzgebieten noch beim Rückbau oder einer „Wiederinkulturnahme“. Des Weiteren fordert die Junge Union Schwalm-Eder bei der durch die Energiewende notwendig gewordenen Anpassungen der Energieinfrastruktur die positiven Auswirkungen der Energiewende auf die Ausgleichsmaßnahmen anzurechnen, um die Genehmigungsverfahren und damit die Energiewende zu beschleunigen sowie ihr das Tempo zu geben, welches ihrer Wichtigkeit entspricht.

Energieversorgung

Die Energieversorgung unseres Landes muss auch in Zukunft von drei Faktoren bestimmt werden: Wirtschaftlichkeit, ökologische Vertretbarkeit und Versorgungssicherheit. Ein vierter Faktor kommt allerdings noch hinzu: Die Gesellschaft - also wir alle. Die viel beschworene Energiewende bietet die einmalige Chance, dass wir alle die Energieversorgung der Zukunft mitgestalten, sei es direkt durch Beteiligungen an Windparks, sei es durch Interesse daran. Die Energiewende können wir nur durch Kompromisse in der Gesellschaft erreichen. Für uns steht auch hier fest: Sinnhaftigkeit zählt und nicht ideologisches geprägtes Blendwerk. Die Junge Union Schwalm-Eder steht für eine moderne und durchsetzbare Energiepolitik.

Ein Energiemix für unsere Region
Die Junge Union Schwalm-Eder setzt sich für eine zukunftsgerechte Energieversorgung ein. Dies bedeutet, dass die Energieversorgung flächendeckend gewährleistet sein muss, für unsere Unternehmen und die privaten Haushalte. Es bedarf eines sinnvollen Energiemixes, der gleichzeitig wirtschaftlich, umweltverträglich und versorgungssicher ist. Dieser Energiemix erfordert eine dezentrale Energieversorgung. Hierzu fordern wir den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, den Ausbau der Stromnetze und die Einsparung von Energie, wo immer möglich.

Unser Schwalm-Eder-Kreis ist bei der Nutzbarkeit dieser Energien unterschiedlich aufgestellt. Nach den jeweiligen Gegebenheiten bieten sich Wind-, Biogas-, Wasserkraft- oder Photovoltaik-Anlagen an. Durch den Ausbau können regional eine Vielzahl von Arbeitsplätzen gesichert und geschaffen werden kann. Darüber hinaus setzten wir uns für kleine umweltverträgliche Einheiten zur Energiegewinnung, beispielsweise Holzschnitzelkraftwerke ein. Durch solche kleinen Einheiten besteht die Möglichkeit die Kraft-Wärme Kopplung optimal zu nutzen. Hierdurch können sich auch viele Synergieeffekte für den Umweltschutz ergeben. Nur durch diesen modernen Energiemix wird sichergestellt, dass die Energieversorgung sichergestellt ist und umweltschonend so gleich ist. Die gesetzgebenden Verfahren müssen die Vielfalt der Region im Auge haben und Gesetze zur Energiesteuerung daran anknüpfen.

Wind-, Solar-, und Bionergie

Der regionale Ausbau der Windenergie wird vor allem durch das so genannte Repowering begünstigt, was den Austausch alter durch neue, leistungsfähigere Anlagen bedeutet. Die Solar,- und Windenergie leistet trotz massiver Subvention nur einen geringen Anteil an der Energieerzeugung und werden durch die meteorologischen Gegebenheiten auch in Zukunft kaum größeren Nutzen bringen. Nichtsdestotrotz bietet die Solarindustrie Nordhessens, die unlängst im internationalen Maßstab agiert, eine Stärkung der wirtschaftlichen Struktur des nordhessischen Raums. Den Ausgleich schwankender Wind- und Solarenergieerträge und damit eine Unterstützung im Sinne eines Ausgleichs- oder sogar Grundlastkraftwerks können Biogasanlagen bieten. Im Hinblick auf den teilweise enormen Flächenverbrauch der Anlagen müssen hier Umwelt- und Energiepolitik Hand in Hand gehen. Es darf nicht zu Monokulturen kommen. Der Flächenverbrauch bei der Errichtung von neuen Anlagen zur Gewinnung von Energie durch Wind und Solar sind zu minimieren.

Einsparung von Energie

Stromnetze
Wenn Konzessionsverträge mit den Energieversorgern auslaufen, ergibt sich die Möglichkeit die Stromnetze zu rekommunalisieren. Unsere Städte und Gemeinden sind aufgefordert, rechtzeitig tätig zu werden und eine mögliche Übernahme des Stromnetzes zu prüfen. Hier können sich Potentiale für unsere zur regionalen Wertschöpfung ergeben. Nichtsdestotrotz dürfen unsere Kommunen bei der Übernahme des Stromnetztes nicht dadurch die zusätzliche entstehende finanzielle Belastung für ihren oft bereits engen Haushalt vergessen.

Einsparung von Energie
Auf der anderen Seite ist uns aber auch die weitestmögliche Einsparung von Energie ein Anliegen. Energetische Gebäudesanierungen, verbrauchsarme Endgeräte sowie ein Energiesparbewusstsein sind hierfür unumgänglich. Hierfür sind weitere Energieberater zu installieren, welche in den Haushalten und Unternehmen entsprechende Beratungsleistungen anbieten. Weiter ist über entsprechende finanzielle Anreize bei Durchführung entsprechender Maßnahmen nachzudenken z.B. eine Abwrackprämie für ältere Ölheizungen. Nur durch eine wirksame Einsparung von Energie kann die Kombination von erneuerbaren Energieträgern ihren vollen Nutzen entfalten.